Jugendberufshilfe nach dem SGB II in der Stadt Göttingen

Im Auftrag der Beschäftigungsförderung Göttingen KAöR analysierte Zoom e.V. die Angebote der Jugendberufshilfe, um hieraus einen voraussichtlich alle zwei Jahre erscheinenden Bericht zu erstellen.
Unter dem Begriff Jugendberufshilfe verbirgt sich eine Vielzahl von Angeboten zur beruflichen und sozialen Eingliederung von jungen Menschen, die „zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind“ (§ 13,1 SGB VII). Im Gegensatz zur allgemeinen Jugendsozialarbeit beziehen sich die Angebote der Jugendberufshilfe auf die Unterstützung im Bereich Bildung und Ausbildung beginnend mit Angeboten zur sozialen Stabilisierung von Schulverweiger/inne/n, über alternative Möglichkeiten der Schulpflichterfüllung, über Werkstattschulen, bis hin zu Beratung und überbetrieblicher Ausbildung im Übergang Schule – Beruf.

Die Arbeit in der Jugendberufshilfe ist eine besondere pädagogische Herausforderung, da sie Sozialarbeit mit Qualifizierung verbinden muss. Sie ist immer wieder gefordert, den Spagat zwischen Stabilisierung und Angeboten zur Qualifizierung zu finden, wobei die individuellen Voraussetzungen sehr stark variieren, wer wie viel Stabilisierung braucht, bevor überhaupt an Qualifizierung zu denken ist. Durch die vielen unterschiedlichen Rechtskreise, die Einfluss auf die Arbeit – mindestens aber auf die Finanzierung – nehmen, aber auch die sich ständig wandelnden sozialen Problemlagen der jungen Menschen entsteht ein höchst dynamisches Arbeitsfeld, das mit den Berichten in den Blick genommen werden soll.

Die Laufzeit des Projekts war 12/2017 bis 04/2018.

Veröffentlichungen

Gabler A. & Pagels N. (2018): Die kommunale Jugendberufshilfe in der Stadt Göttingen umgesetzt durch die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) Angebote, Nutzung, Erfolge und Herausforderungen (download)

Ansprechpartner/innen: Andrea Gabler und Nils Pagels