Bedarfsanalyse des ambulanten und stationären Hilfeangebotes für gewaltbetroffene Frauen in Nordrhein-Westfalen

Im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW führt Zoom e.V. eine Untersuchung der Bedarfslage bezüglich ambulanter und stationärer Hilfen für gewaltbetroffene Frauen in städtischen und ländlichen Regionen in NRW durch, um Informationen für eine wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung des Hilfeleistungssystems zu liefern. In die Bedarfsanalyse sind Frauenhäuser, allgemeine Frauenberatungsstellen, Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt sowie spezialisierte Beratungsstellen für Menschenhandelsopfer einbezogen.

Elemente der Untersuchung sind eine standardisierte Befragung von Nutzer*innen (schriftlich / mündlich) und eine flächendeckende Online-Erhebung bei Gleichstellungsbeauftragten und Sozialdezernent*innen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Alle spezialisierten Dienste werden zunächst mit einem standardisierten Online-Fragebogen befragt; zu einem späteren Zeitpunkt werden Gruppendiskussionen mit Fachkräften aus den Diensten geführt. Zudem wird durch spezialisierte Dienste eine Dokumentation der nicht bzw. nicht zeitnah realisierbaren Anfragen durchgeführt, um Kapazitätslücken identifizieren zu können. Interviews mit Vertreter*innen zielgruppenspezifischer Landesverbände geben Aufschluss über den Zugang besonders vulnerabler Opfergruppen zum Hilfesystem. Weiterhin wird vorhandenes Datenmaterial analysiert. Gemeinsam mit einem Bericht über die Befunde werden Handlungsempfehlungen vorgelegt.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 2/2019 bis 6/2020.

Ansprechpartnerinnen: Sandra Kotlenga und Barbara Nägele